Meine Ausbildung bei der DENW

Autorin: Nadine Holsten | Zweigstelle Bremerhaven | Do. 20. Dezember | 13:35 Uhr

Moin, Moin aus dem hohen Norden, ich heiße Nadine, bin 23 Jahre alt und seit August letzten Jahres ermöglicht mir die Dachdecker-Einkauf Nordwest eG meine 2. Ausbildung mit dem Abschluss zur Groß-und Außenhandelskauffrau. Ursprünglich habe ich nach dem Abitur Hotelfachfrau gelernt und meinen AEVO-Schein (=Ausbilderschein) direkt hinterher in Hameln gemacht. Für mich ist es zwar ein Schritt rückwärts ins Azubi-Dasein – was allerdings keinesfalls negativ ist; abgesehen vom finanziellen Faktor vielleicht – aber auch ein Schritt nach vorne. Man lernt niemals aus und es gibt immer Sachen, die man noch nicht kennt. Die Dachdeckerkunst gehört definitiv zu einem beeindruckenden Handwerk, was es sich lohnt kennenzulernen.

Die Arbeit als Hotelfachfrau, die ich auch neben der Arbeit bei der DENW weiter ausüben darf, den direkte Kundenkontakt, das Organisieren und die Teamarbeit, schätze ich sehr. Jedoch habe ich nach dem Abitur eigentlich Hotelkauffrau lernen wollen, was in Bremerhaven selbst leider nicht möglich ist. Daher habe ich mich entschieden, eine zweite Ausbildung im kaufmännischen Bereich zu machen und auf meiner fachlichen Ausbildung aufzubauen; mir somit den beruflichen Horizont zu erweitern - wie man so schön sagt.

Auf die DENW als Ausbildungsbetrieb bin ich über meinen Freund und seinen Vater gestoßen, die gemeinsam einen Dachdeckerbetrieb mit Reetbedachungen in Bremerhaven leiten, aufgrund dessen ich schon einige grundlegende Wissenskenntnisse im Dachdeckerhandwerk mitbringen konnte. 

Da ich aufgrund meiner 1. Ausbildung nur eine auf 2 Jahre verkürzte Ausbildung absolviere, habe ich von Beginn an ab und zu das Gefühl gehabt, die große Vielfalt der Baustoffe in der verkürzten Zeit niemals überblicken zu können und den Kollegen letztendlich eine Hilfe sein zu können. Davor braucht aber keiner Angst haben; ich muss sagen, die Kollegen hier in Bremerhaven und auch in den anderen Zweigstellen sind wirklich großartige Hilfen. Es entstehen Tag für Tag neue Fragen, aber alle haben Geduld und Spaß daran, mir alles zu erklären und nahe zu legen. Man kann nicht alles sofort behalten, denn man lernt durch Erfahrungen „Learning-by-doing“. Außerdem ist ja nicht alles fremd, einige Vorgänge kann ich mir auch aus Bekanntem aus der Gastronomie ableiten. Und das schönste ist, das Lager ist nur ein paar Meter um die Ecke - durch Anfassen und Angucken lernt es sich viel leichter.

Jeden Tag hat man ein kleines Erfolgserlebnis, ich merke jeden Tag wie es leichter wird und die Kunden Vertrauen in mir schöpfen – was als Frau in der Baubranche nicht immer leicht ist. Aber jeder kennt die Handwerker, die freuen sich doch, wenn sie am bekannten Montag Morgen von einer netten, jungen Frau begrüßt werden. Als weibliche Person darf man sich in diesem Berufsfeld nicht unterkriegen lassen, man muss Selbstbewusstsein ausstrahlen.

Die DENW ist für mich der ideale Arbeitgeber, um meine berufliche Zukunft zu erweitern. Die Arbeit hat, anders als das es von vielen meist als „langweiliger Bürojob“ bezeichnet wird, wenn die Rede vom Groß-und Außenhandel ist, sehr viel mehr zu bieten, als nur 9 Stunden am Tag „faul“ am Schreibtisch zu sitzen. Es macht so viel Freude, wenn man den Werdegang eines Auftrages und den darin enthaltenen Produkten von Anfang bis Ende begleitet, und als krönenden Abschluss, bei reibungslosem Verlauf, die Zufriedenheit des Kunden zu spüren bekommt; da tun sich Gastronomie und Groß-und Außenhandel nicht viel.

Ich bin sehr gespannt, was in den kommenden 1,5 Jahren noch alles auf mich zukommt und wohin mich meine Reise bei der DENW noch bringen wird, denn man kann es auch in spirituellen Worten ausdrücken: „Alle Dinge sind möglich, dem der da glaubt!"

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